St.-Petri-Kirche zu Lübeck

St.-Petri-Kirche zu Lübeck

St.-Petri-Kirche zu Lübeck

Der heutige Bau ist eine gotische Backsteinhallenkirche mit Mittelturm. Das Gebäude ist das Ergebnis eines langen Bauprozesses, der im 12. Jahrhunder begann und zugleich mit der Reformation um 1530/31 beendet war. Dabei war St. Petri als eine Hallenkirche geplant und nach allen Erweiterungen so geblieben im Gegensatz zu St. Marien Kirche oder zum Dom, die aus der Basilika zur Halle umgewandelt waren.

Die Petrikirche zu Lübeck

Die Kirche war ursprünglich den hl. Petrus, Paulus und Thomas geweiht, bekannt jedoch als Petrikirche nach dem heiligen Petrus, Schutzpatron der Fischer. Das Bauwerk markiert den südwestlichen Abschnitt des einst größeren Marktplatzes der Stadt.

Die spätromanische Hallenkirche

Die älteste Petrikirche (zwischen 1159 und 1170) sollte am Petrihügel gestanden haben, von der leider keine Spuren gefunden worden sind. Im Jahre 1170 ist die Petrikirche zusammen mit der Marienkirche urkundlich erwähnt. Die Kirche könnte wahrscheinlich eine Holzkonstruktion gewesen sein. Die spätromanische Hallenkirche um 1220 bis 1240 war ein kompaktes Bauwerk rund 30 Meter lang und 21 Meter breit. Im Westen war ein Baukörper vorgelagert, auf dem sich der hohe Mittelturm erhob. Die Kirche war von außen von einem Sockel umzogen.

Nach den Stadtbranden von 1251 und 1276 sollten die Häuser in Lübeck aus den Backsteinen gebaut werden. Die Kirchen betrieben auch Ziegeleien. Die Petri-Ziegelei war eine sehr bedeutende Ziegelei der Stadt. Ihre Produkte waren eindeutig markiert mit Petrischlüssel – Ziegelstempel in Form eines Schlüssels.

Gotische Hallenkirche St. Petri

In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts im Züge des Aufstiegs der Stadt, begann die Petrigemeinde, die Kirche zu vergrößern und zu modernisieren. Diese Entwicklung konnte man auch bei St. Marien Kirche und bei dem Lübecker Dom beobachten, die Kirchenbauten wurden von romanischer zu moderner Formensprache der Gotik umgewandelt. Zuerst waren die Außenwände errichted, um 1305/10 war der Bau vollendet und die romanische Kirche mit Ausnahme des Westbaus abgetragen. Um 1330 war der hochgotische Neubau fertig. Seine Gestalt ist in heutigen Kirche vollständig erhalten. Ab 1414 wurde der alte Mittelturm aufgestockt und 1427 vollendet.

Petrikirche zu Lübeck

Petrikirche zu Lübeck

Heute gilt St. Petri als Kirche für die ganze Stadt, ohne eigene Gemeinde. Sie wird für Konzerte, kulturelle Veranstaltungen oder wechselnde Ausstellungen genutzt. Für Besucher ist eine Aussichtsplatform des Turms in 50 Meter Höhe ein Muss in jedem Ausflugsprogramm, von da hat man einen Blick über die Dächer der Lübecker Altstadt. Der Rundblick auf Rathhaus und S. Marien, aber auch auf Holsteintor uns Salzspeicher ist ein Genuss. Der 108 Meter hohe Turm der Kirche gehört zum Stadtbild der „sieben Türme“.